Schönheit & Ästhetik

Was ist schön? und wer kann uns bei der Klärung dieser Frage behilflich sein? Ein Tischler, ein Zimmerer oder ein Architekt hat zumeist ein Muster im Kopf, sozusagen ein Bauchgefühl, für Schönheit.

Dienstag, 07. Mai 2019

Die Philosophie sucht nach objektiven, allgemein gültigen Bestimmungspunkten. Die Deutungshoheit ist natürlich kein Monopol der Philosophie, Psychologen und Soziologen, viele andere „-Logen und Nichtlogen“ interpretieren Schönheit aus ihrem Blickwinkel. Unser „Hausphilosoph“ Bernd Wass hat einige Gedankensplitter in die Runde gestellt  und die Teilnehmer-Innen haben Ihre Argumente wider gegeben.

Gedankensplitter 1; Das stark subjektiv Schöne:  Schönheit liegt im Auge des Betrachters, die Beurteilung unterliegt ausschließlich dem subjektiven Geschmack des Urteilenden. Gedankensplitter 2; Das schwach subjektiv Schöne:  Wer eine schwach subjektive Auffassung vom Schönen vertritt, der bleibt zwar dabei, dass die Beurteilung des Schönen stets einem (subjektiven) Geschmacksurteil entspringt, objektiviert dieses Urteil aber insofern, als damit nichtsdestoweniger ein Anspruch auf Allgemeingültigkeit einhergeht. Der Urteilende ist subjektiv interessenslos. Gedankensplitter 3; Das objektiv Schöne:  Wer die Auffassung vertritt, dass das Schöne etwas sei, das von allen Subjekten und deren Geschmacksurteilen ganz und gar unabhängig ist, dass es also etwas sei, das der Welt als solcher innewohnt und nichts damit zu hat, ob es urteilende Subjekte gibt oder nicht, und in welchem Gemütszustand sie sich befinden, der vertritt eine objektive Auffassung des Schönen. Dieser Auffassung nach gibt es in der Welt bestimmte Verhältnisse oder Muster, die das Schöne bestimmen und die Aufgabe der großen Theorie besteht darin, diese Muster aufzuweisen. Dabei handelt es sich weitestgehend um Proportionalität, Symmetrie und Harmonie. Gedankensplitter 4;  Das moderne Schöne – Design:  Form ist jetzt Design – Schönheit, in einem noch nie da gewesenen Ausmaß, das Ergebnis eines kreativen Prozesses. Schönheit als bloße Vorstellung eines Gestalters? Oder als reine Produzentenschönheit? Als etwas, dass unhintergehbar mit der Nutzerschönheit – also den Schönheitsvorstellungen der Konsumenten – zusammenzufallen hat, um Verkaufserwartungen zu erfüllen? Schönheit als profitmaximierendes Blendwerk?

Im Ambiente des ausgezeichneten Bürogebäude oh 456 von sps architekten in Thalgau, stellte sich gestern unsere bunte Gruppe aus Hand- & Kopfwerkern  diese Fragen, die auch den Unternehmeralltag beeinflussen. Das Thema Schönheit steht dem täglichen Wetterthema wenig nach, spannend war es allemal für alle Teilnehmer-Innen, welche bei unserer „Selber Denken“ Diskussionsrunde dabei waren. Schön war’s!

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