Brennpunkt Alpines Bauen

Beim diesjährigen Fachsymposium Brennpunkt Alpines Bauen, am Mittwoch, dem 02. Oktober 2019, an der FH Salzburg drehte sich wieder alles um das Thema LOW-TECH im Bausektor.

Keynote-Speaker Peter Haimerl, ein renommierter Münchner Architekt, eröffnete die Veranstaltung mit seinem Vortrag über besondere Sanierungsprojekte, bei denen der Einsatz von langlebigen Materialien, intelligente reduzierte Planung/Technik und vor allem viel Eigeninitiative/Nutzung regionaler Ressourcen immer oberste Priorität hatten. Der Architekt ist sich sicher, dass es in Zukunft noch viel Materialforschung braucht, ob das nun bei Beton oder Holz ist – man müsse mehr an die Grenzen gehen und individuelle Anwendungen sowie Forschungsziele zulassen.

Der Themenslot Alpine Baukultur, organisiert von der ZT Kammer und dem Holzcluster, griff heuer die Thematik von Low-Tech in historischen Holzbauten und in der intelligenten Planung von Tragwerken auf. Kulturexpertin Monika Brunner-Gaurek stellte die ländliche Baugeschichte Salzburgs mittels Referenzen und Überlieferungen des Salzburger Freilichtmuseum Großgmain vor. Der Kulturprozess des Bauens hat sich seit jeher über Erfahrung, Fortschritt und Regierungseinfluss entwickelt. Dabei dominierte besonders der regional verfügbare, gut bearbeitbare und dämmende Baustoff Holz jahrelang den Gebäudebau. Die einfachen Holzkonstruktionen sind teils bis heute noch gut erhalten und beweisen wie langlebig Gebäude bei richtigen Umgang mit Materialien und einfacher Planung – ganz LowTech- sein können. Bauingenieur Kurt Pock begeisterte mit seinem Erfahrungsbericht über den Prozess des Tragwerkens mit Holz und spannenden Referenzen. Er zeigte auf, dass durch sorgfältige Planung anhand von einfachen Modellen geniale Holztragwerke entstehen können, die durch Einfachheit & Ästhetik überzeugen.

Das Netzwerk Alpines Bauen ist gut intakt, alle Kooperationsmitglieder arbeiten gemeinsam an dem Konzept spannende Vorträge rund um Nachhaltigkeit, lebenswerte Energiesysteme, Förderung und Innovation aufzustellen. Ziel der Kooperation ist es, mit Veranstaltungen wie dem Fachsymposium, wichtige Impulse für einen bewussten Umgang mit Ressourcen und Technologie zu setzen, der gegenseitige Erfahrungsaustausch steht dabei an erster Stelle!

Fotos der Veranstaltung

Kooperationspartner Netzwerk Alpines Bauen

Das Fachsymposium wird im Rahmen des Projekts Alpines Bauen – Low Tech gefördert.

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