Holzschutznorm & Besonderheiten

By 18. September 2019Neuigkeiten

Holz ist nicht Holz, und Altholz ist eine besondere Holzspezies ...

Die Wiederverwendung von Holz liegt im Trend, sei es im Innenbereich von Decke, Wand und Boden, den Möbeln in allen Formen und Nutzungen und natürlich auch im Holzbau, von allen gestalteten Bereichen bis zu tragenden Elementen und Konstruktionen. Da ist es unerlässlich, die speziellen Eigenschaften des Altholzes zu kennen, Besonderheiten von möglichen Beeinträchtigungen zu orten und natürlich über die Bearbeitungsspezifika bestens informiert zu sein.

Der Holzcluster Salzburg veranstaltete am 23. Oktober 2019 am Standort des Holztechnikum Kuchl in Kooperation mit dem HTK, proHolz, der Landesinnungen Tischler und Holzbau, sowie der FH Salzburg und der ITG einen Informationsabend rund um dieses brandaktuelle Thema.

Wärmebehandlung & Nachweis

Als Experte für Holzanatomie/Schädlinge und Sachverständiger für Holzhandel informierte DI Erwin Treml zu allen Besonderheiten und Eigenschaften von Altholz. Der Einsatz von Altholz ist derzeit sehr beliebt, Vorsicht gilt es jedoch zu walten, wenn es um die richtige Wärmebehandlung zur Vernichtung bzw. Vermeidung von Schädlingsbefall geht (über 75°C). Kommt es in der Praxis zum Schadensfall, beginnt schnell die Suche nach einem Verantwortlichen. Als Ausführender Betrieb bewegt man sich besonders im „Grau“-bereich der Holzschutznorm, da die Norm in Bezug auf Altholz sehr lückenhaft ist. Hier empfiehlt DI Treml bei jeder Verwendung von Altholz einen schriftlichen Nachweis der Wärmebehandlung vom Lieferanten anzufordern um sicherzustellen, dass korrekt gearbeitet wurde.

Holzmodifikation & Mechanische Eigenschaften

Ebenfalls sollte beachtet werden, dass sich gedämpftes Holz, das gerne als Altholz-Alternative zum Einsatz kommt, nicht für die Verwendung im Außenbereich eignet. Durch das Dämpfen verändern sich die Holzeigenschaften hinsichtlich ihrer Dauerhaftigkeit und Resistenz gegenüber Schädlinge. Bei tragenden Bauteilen im Innenbereich sollte bei gedämpften Nadel- und Laubholz beachtet werden, dass sich Biegefestigkeit und E-Modul bis auf ein Drittel verringern. Dies gilt es bereits in der statischen Vorbemessung zu berücksichtigen.

Die anschließende Diskussion zeigte auf, wie sensibel viele Unternehmer auf die Altholzverwendung in der Praxis reagieren. Viele Erfahrungen spiegeln wieder, dass die genannten Tipps und Hinweise vorsorglich beachtet werden sollten.

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