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Verantwortung, was ist das eigentlich?

By Neuigkeiten

Unsere bewährte Diskussionsrunde abseits des klas­sischen „Holzweges“ traf sich dieses Mal Innergebirg beim Sonnhof in Alpendorf. Viele Unternehmer*innen aus den Branchen Forst, Holzbau, Tischler und Architekten folgten der Einladung zum „Selber denken“. Beim Philosophikum wird bewusst ein Thema in das Zentrum des Abends gestellt, zumeist ein Thema das eng mit dem Unternehmeralltag verknüpft ist. Dieses Thema gilt es gemeinsam mit unserem Philosophen Bernd Wass zu diskutieren, zu analysieren und dessen Bedeutung auf den Grund zu gehen. Dieses Mal stand die „Verantwortung“ zur Debatte! Besonders spannend in krisenreichen Zeiten!

Führungskräfte sind mit einer Reihe von Phänomenen konfrontiert: Im Zusammenspiel von Entscheidungen, Handlungen, Verantwortung, Vertrauen, Macht und Moral müssen sie versuchen, das Verhältnis vom Einzelnen zum Ganzen auszubalancieren, um den Fortbestand und die Entwicklung ihres jeweiligen Unternehmens zu sichern. Eine Aufgabe, die umso besser gelingt, je besser diese Phänomene verstanden werden.

Auf der einen Seite ist Verantwortung für viele zu einer Art „heiligen Gral“ geworden, um bei der Lösung der großen Herausforderungen unserer Zeit voranzukommen und um Mitarbeiter*innen zu motivieren, ihren Teil dazu beizutragen. Es gilt sie selbst zu übernehmen und von anderen einzufordern. Auf der anderen Seite hört man aber auch die Rufe derer, die ihren Untergang verkünden, unter der Prämisse, dass sie ja die Verantwortung für eben diesen übernehmen. Damit die Idee der Verantwortung funktionieren kann, müssen folgende Gegebenheiten zutreffen: Handlungsfreiheit, Zuständigkeiten (um zwischen Folge, – und Fürsorge-Verantwortung zu unterscheiden, ein transparentes Norm- bzw. Wertsystem geben und eine Instanz, die nicht nur legitimiert, sondern auch anerkannt ist.

Das Thema regte die Teilnehmer*innen zur aktiven Diskussion, so hat sich doch jeder schonmal gefragt was die Verantwortung den im Ursprung und in ihrer Ausführung bedeutet! In gemütlicher Atmosphäre ging unsere Philosophenrunde dann zum kulinarischen Ausklang, wobei jeder noch selber „Weiterdachte“.

Fotos der Veranstaltung

Holz 4.0 – Fortschritt durch Veränderung

By Neuigkeiten

„Nichts ist so beständig wie der Wandel“ bringt es das Zitat von Heraklit auf den Punkt. Die einfachste Option wäre das „Bewahren“, die Sicherheit des „Alten“ aufrecht zu erhalten. Aber manchmal muss man auch etwas riskieren um bewahren zu können, denn Veränderung wird es immer geben. Das Holz-Handwerk hat bereits viele Veränderungsprozesse im Wandel der Zeit durchlebt und entwickelt sich stetig weiter. Seit der Jahrtausendwende bringen neue Technologien und Innovationen viel Dynamik in die holzbe- und verarbeitenden Unternehmen. Die gewerblichen Betriebe haben viel in ihre technische Ausstattung und Software investiert. Im Oktober 2022 lud der Holzcluster Salzburg zu zwei Veranstaltungen rund um Digitalisierung im Handwerk, Schauplatz waren bekannte Salzburger Unternehmen:

Digitalisierung im Holzbau

Der erste Informationsabend fand in Bramberg bei der Firma Holzbau Maier statt. Zu Beginn stellte Unternehmensberater Martin Hiebler an Hand eines Holzbauunternehmens den Weg einer erfolgreichen, digitalen Betriebsorganisation vor, die das Schaffen von Zeit Ressourcen als Ansporn hatte. Als zweiten Vortrag öffnete Holzbaumeister Martin Möschl für die Teilnehmer*innen den Blick in die Welt des Laserscannings. Mit dem 3DScan+ können eine Vielzahl von punktgenauen Daten gescannt und die Bestandsaufnahme von Räumen, Gebäuden, Baugruben usw. als 3D Modell Millimetergenau wiedergegeben werden. Abschließend wurde ein ganz besonderes Kooperationsprojekt von Gastgeberin Birgit Maier vorgestellt, dass ohne den hohen Grad an Digitalisierung in der Branche kaum realisierbar gewesen wäre. Der „bert“ repräsentiert ein Tiny House in Form eines Baumhauses, dass sich neben dem Design vor allem durch gebogene Brettsperrholz-Elemente und passgenauen Verschneidungen, welche über Robotertechnik durchgeführt wurden, auszeichnet.

Digitalisierung in der Möbelbranche

Zur zweiten Veranstaltung der Reihe Holz 4.0, trafen sich Tischler*innen aus Salzburg und dem angrenzenden Oberösterreich bei der Firma Schmidhuber’s Möbelwerkstätte in Seekirchen. Das Familiengeführte Unternehmen hat den Trend zur Digitalisierung früh erkannt und ist heute bekannt für den Online Möbelkonfigurator „Robin Wood“. 2003 erhielten sie für den Zulieferdienst von Korpusmöbeln den Innovationspreis der Salzburger Wirtschaft. Am Puls der Zeit bleibend, werden aber auch Veränderungen von Kundenbedürfnissen wahrgenommen, die zum Ausbau eines zweiten „Spielbeins“ im Bereich der Innenarchitektur geführt haben. Dabei begleitete das Design Network als strategische Design- und Beratungsagentur den Veränderungsprozess. Design Network Inhaber, Lorenz Kilga, gab beim Netzwerkabend mit seinem Vortrag zum Thema „Digitalisierung – Eine Frage der: Differenzierung und Relevanz?“ einen Ausblick zu digitalen aber auch analogen Trends in der Möbel- und Designbranche. Das Thema Design wird künftig bewusst als strategische Disziplin eingesetzt um Prozesse je nach Einflüssen und Bedürfnissen zu designen. Als dritten Input des Abends, zeigte Martin Hiebler wieder spannende Beispiele für eine gute Betriebsorganisation. Einige davon konnten die Teilnehmer*innen bei der anschließenden Betriebsbesichtigung der Schmidhuber’s Möbelwerkstätte wieder erkennen.

Die Veranstaltungsreihe Holz 4.0 hat aufgezeigt, dass digitale Trends unsere Arbeitswelt nachhaltig verändern werden – mit oder ohne uns. Als Basis für eine erfolgreiche „Digitalisierung“ ist es daher wichtig, zuerst die eigenen Abläufe zu kennen, zu optimieren und dann, wenn relevant, über den Einsatz von digitalen Prozessen zu vereinfachen!

Fotos der Veranstaltungen

Werksviertel & The Design Museum

By Neuigkeiten

Mitte September luden wir gemeinsam mit der Initiative Architektur zu einer Tagesexkursion nach München. Unter dem Motto „Blick hinter die Kulissen“ fanden sich 30 Teilnehmer*innen am Salzburger Hauptbahnhof ein und blickten gespannt auf das Programm rund Architektur, Design und Handwerk!

Mit dem Bayern-Ticket ging es Richtung München, gleich hinterm Ostbahnhof startete unsere Tour mit dem Stadtentwicklungsgebiet – dem Werksviertel. Das einstige Pfanni-Areal hat sich in den letzten Jahren zu einem modernen Stadtteil entwickelt, dass auf knapp 40 ha alle Nutzungen des täglichen Lebens vereint: Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Kultur und Freizeit. Es führten uns Architekturvermittlerin Eva Hermann und Johannes Ernst vom Architekturbüro Steidle. Trotz des eigentlich für Salzburg typischen „Schnürlregen“, wagten wir uns auf die Dachterrasse des leuchtend orangen Werk 3 – einstiges Produktionsgebäude für die Kartoffelverarbeitung der Firma Pfanni. Das Gebäude trumpft heute mit „Almwirtschaft“ mitten über den Dächern von München auf, das Rasenmähen über nehmen hier die Schafe. Das Werksviertel befindet sich noch mitten in der Umsetzungsphase, aber das was bereits vorhanden ist gibt vielversprechende Ausblicke zu dem was noch kommt.

Der zweite Programmpunkt der Stadtexkursion führte uns in die Pinakothek der Moderne. Mit der Führung zur aktuellen Ausstellung „Design für Olympia“ gab Ausstellungskurator Linus Rapp u.a. besonders interessante Einblicke zur Bedeutung der Farbensprache bei Grafiken zu Olympia. Das Holz-Handwerk rund um Skisportgeräte und Co. kam bei der Ausstellung nicht zu kurz. Auch wenn sich der massive Holzski von früher nicht durchgesetzt hat, so bleibt der Holzkern als Basis für einen wettbewerbsfähigen Ski bis heute unerlässlich. Im Anschluss bekamen wir noch einen exklusiven Einblick in das Restaurierungsatelier. Das Conservation Department der Neuen Sammlung – The Design Museum arbeitet seit Jahren an der Restaurierung und dem Erhalt der Designobjekte. Kunstoffexpertin Helena Ernst zeigte uns die Welt der verfärbten, versprödeten und aufgeweichten Kunststoffe. Der Tagesausflug neigte sich im gemütlichen Ausklang dem Ende, der Zug nach Salzburg wollte fast ohne uns abfahren … aber nur fast!

Fotos der Exkursion

Kooperationspartner

Zauberwort „Nein“ – Die Kunst des Nein-Sagens

By Neuigkeiten

Den Veranstaltungsherbst eröffneten wir heuer mit unserer Netzwerkreihe „Frauen in der Holzwirtschaft“ auf der Festung Hohen Salzburg mit Panoramablick im fürstlichen Ambiente! Das beliebte Veranstaltungsformat, rund um Leadership-Trainings-Themen mit speziellem Fokus auf die Unternehmerfrauen, lockte wieder viele Teilnehmer*innen zum Netzwerktreffen.

Im Zentrum des Abends stand dieses Mal ein sehr machtvolles Wort, das Zauberwort NEIN. „Lassen Sie zu oft andere entscheiden, wie Sie ihre Zeit verbringen? „Nein“ sagen lernen braucht Geduld, Mut und etwas Übung – und den berühmten ersten Schritt“, eröffnete Impulsreferentin Ingeborg Latzl-Ewald ihren Vortrag. Es gibt Situationen im Leben, die kennt jeder: Man wird überrascht, sagt auf die Schnelle „JA“ und meint doch „NEIN“. Aber woher kommt es, dass wir JA sagen und mit Aufgaben oder Dingen dastehen, die wir gar nicht haben wollen? Die Aufklärung ist ganz einfach: Anerkennung, Höflichkeit und Verständnis hindern uns am „Nein“ sagen.

Im Zuge des Impulsvortrag entdeckten wir NEIN als ein Zauberwort, dass neue Türen öffnet, um mehr nach den eigenen Vorstellungen zu handeln und um Stress in Beruf und Alltag zu reduzieren. Damit „frau“ zukünftig nicht mehr in die „Ja-Sager-Falle“ tappt, stellte uns Latzl-Ewald ihr Erste-Hilfe-Set vor. Mit einfachen Fragen an einem selbst mit Blick in die Zukunft soll das Abwägen einer „Nein-Entscheidung“ zukünftig leichter werden. Die Frage „Lusttag“ oder „Frusttag“ wird allen Teilnehmer*innen humorvoll in Erinnerung bleiben.

Fotos der Veranstaltung

Mag.a Ingeborg Latzl-Ewald
Kommunikationswissenschaftlerin, Unternehmensberaterin,
Universitäts-Lehrbeauftragte, Erwachsenenbilderin,
Seminarleiterin, Trainerin & Coach

www.redhaus.at